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zurück zur 1. Seite Der Tunnel muss her! Verfahrene Kiste, die der neue Bezirksrat gleich am Anfang der Legislaturperiode zu schultern versuchte. Diesen Eindruck konnte man jedenfalls auf der gut besuchten öffentlichen Sitzung am 17.1. im Gemeindesaal Waggum bekommen. Die angebotenen Optionen nach der Sperrung der Grasseler Str. konnten nicht so recht überzeugen:
Wie schön wäre es gewesen, wenn man als erstes den Tunnel gebaut und dann erst den Wald gefällt hätte. Im Anfangsstadium hätte es nur einen einstelligen Millionenbetrag gekostet, bemerkte eine neben mir sitzende Umweltaktivistin aus Hondelage. Möglicherweise wären dann die Kommunalwahlen auch anders ausgefallen im Bezirk, wenn die Versprechen gehalten worden wären. Aber so wurden die Wutbürger zu Protestwählern, und da half auch die Hinzunahme von Wabe-Schunter nichts mehr. Konnte man das nicht voraussehen? Wenn es zutrifft, dass OB Hoffmann zum damaligen Wirtschaftsminister Hirche gesagt haben soll, dass die Flughafenerweiterung nur bei gleichzeitigem Tunnelbau politisch durchsetzbar sein würde, dann hatte er damit politische Klarsicht bewiesen. Umso unverständlicher wird der tatsächliche Hergang. Umso verständlicher wird dagegen der Dringlichkeitsantrag der CDU-Fraktion. Da es objektiv keine zufrieden stellende Lösung des Problems gibt außer einem Tunnelbau, muss man ihn fordern. Schließlich will man den Bürgern bei den nächsten Wahlen ja wieder ins Auge blicken können. Und sagen können: Hey, der ist auf unserem Mist gewachsen, wir wollten ihn schon immer, wählt uns!
K.N.
zuletzt bearbeitet: 18.01.2012 |